Kondensatsammelbehälter von Westfalia Wärmetechnik

Was sind Kondensatsammelbehälter?

Kondensatsammelbehälter übernehmen in verschiedenen Anlagen eine wichtige Aufgabe. Beim Abkühlen des Dampfes in industriellen und technischen Prozessen, entsteht Kondensat. Gerade bei der Erzeugung von Reindampf oder Reinstdampf im Reindampferzeuger kann durch verschiedene Bauarten der Wärmeübertrager Kondensat entstehen. Aufgrund der Wirtschaftlichkeit sollte das angefallene Kondensat wieder der Dampferzeugung zugeführt werden, da es bereits vorbehandeltes und erwärmtes Speisewasser beinhaltet. Unter diesem Aspekt kann auch in Dampfkesselanlagen wirtschaftlich und ökologisch gearbeitet werden.

Kondensatsammelbehälter werden auch für Gasleitungen angeboten. Kondensat muss aus den Leitungen ausgeschleust werden, bevor Korrosion entsteht. Bei Erreichen eines bestimmten Füllniveaus öffnet ein Auslaufventil am Kondensatsammelbehälter und das angesammelte Kondensat kann ablaufen.

Wir von Westfalia Wärmetechnik beraten Sie individuell und finden für Sie den passenden Kondensatsammelbehälter. Rückgewinnung von Kondensat ist ein wirtschaftlicher und ökologischer Faktor, der bei der Wettbewerbsfähigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Kondensatsammelbehälter - wofür kann anfallendes Kondensat genutzt werden?

Das anfallende Kondensat kann für eine Vielzahl weiterer Prozesse genutzt werden. So zum Beispiel als:

  • Speisewasser - kann vorgeheizt dem Kessel wieder zugeführt werden (Kesselspeisewasser)
  • Wärmeübertrager - Nutzung für thermische Prozesse
  • Dampf - zur Nutzung des Nachdampfes
  • Heißwasser - zur Reinigung

Kondensatsammelbehälter - Vorteile der Rückgewinnung

Die Vorteile der Kondensatrückgewinnung, auch durch Kondensatsammelbehälter liegen auf der Hand. Es gibt ein deutliches Einsparungspotential von Energie und Wasser. Zudem wird die Arbeitsumgebung verbessert und spart jede Menge CO2 ein. Zu den weiteren Vorteilen zählen:

  • Reduzierte Brennstoffkosten durch Verwendung von heißem Kondensat. Dieses kann direkt als Kesselspeisewasser genutzt werden und macht zwischen 15 und 25% des ursprünglichen Wärmegehaltes des Dampfes aus.
  • Geringere Kosten für Wiederaufbereitung und Abwasser nach eventueller Reinigung des Kondensats. Damit einhergehend deutlich niedrigere Kosten für Frischwasser und Wasseraufbereitung. Natürlich auch deutlich geringere Abwasserkosten.
  • Verbesserung der Arbeitsumgebung durch eine niedrigere Geräuschbelastung, weniger Austritt von Wasserdampf und damit verbundenen Dampfwolken. Natürlich nimmt durch diese Faktoren auch die Arbeitssicherheit des Personals deutlich zu. 

  • Verringerte Umweltbelastung durch Senkung des Brennstoffverbrauchs bei Kesselanlagen durch Kondensatrückführung.

Kondensatsammelbehälter in der technischen Anwendung

Die Rückgewinnung und das Sammeln von Kondensat erfüllen bei verschiedenen technischen Anwendungen in mehreren Bereichen eine wichtige Funktion.

In Dampfkraftwerken

In Dampfkraftwerken wird der Abdampf, der aus der Dampfturbine strömt an einem Kondensator weiter abgekühlt, bis der Aggregatzustand von gasförmig wieder zu flüssig wechselt. Das Kondensat wird gesammelt und erneut als Speisewasser für den Dampferzeuger verwendet. So ergibt sich für Dampfkraftwerke ein geschlossener Kreislauf.

In Heizungsnetzen

In chemischen Verarbeitungsanlagen spielt die Kondensation von Wasserdampf eine bedeutende, wirtschaftliche und ökologische Größe. Wasserdampf wird in diesen Anlagen für viele chemische Prozesse als Energieversorgung genutzt. Nachdem die thermische Energie beim Prozess abgegeben wurde, liegt kondensiertes Wasser vor, welches über Leitungen dem Kondensatsammelbehälter zugeführt wird. Danach kann das kondensierte Wasser wieder aufbereitet und dem Kreislauf als Speisewasser zugeführt werden. Durch diese Rückgewinnung lassen sich in großen, industriellen Anlagen hohe Einsparungen erzielen.

Kondensatsammelbehälter - Unterschiede zwischen geschlossenen und offenen Systemen

Gesamte Kondensatsysteme können klassifiziert werden. Dabei ist es entscheidend, ob das Kondensat in einem belüfteten Kondensatsammelbehälter gesammelt wird, oder ob es in einem unter Druck stehenden Kondensatsammelbehälter gesammelt bzw. direkt dem Kessel zurückgeführt wird. Der Hauptunterschied zwischen beiden Systemen liegt im verwendeten Druck und der verwendeten Temperatur. Bei offenen Systemen kann das anfallende Kondensat mit einer Temperatur von maximal unter 100 Grad verwendet werden, da das anfallende Kondensat sonst wieder in den gasförmigen Aggregatzustand übertritt. Bei geschlossenen Systemen kann unter Druck mit weitaus höheren Temperaturen gearbeitet werden, was in manchen Anlagen einen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen hat.

Offene Systeme

Bei einem offenen Kondensatsystem wird das anfallende Kondensat durch Druck am Eintritt des Kondensatableiters oder mithilfe von Pumpen in einen belüfteten Kondensatbehälter überführt. Dort kann das gesammelte Kondensat als Speisewasser oder als Wärmeträger zur thermischen Verwendung in Prozessen genutzt werden.

Je nach Qualitätsanforderungen, etwa bei der Erzeugung von Reindampf oder Reinstdampf oder der Tendenz zu Ablagerungen im Kondensat, kann das anfallende Kondensat über technische Verfahrensweisen gereinigt und so wieder als Speisewasser in den Kreislauf zugeführt werden.

Die Investitionskosten und der Aufwand für die Installation sind bei offenen Systemen etwas geringer. Dafür können höhere Energieverluste auftreten. Auch austretende Dampfschwaden sollten bei einem offenen System berücksichtigt werden, da diese die Arbeitsumgebung beeinflussen können. Die Korrosionsgefahr ist erhöht, da das anfallende Kondensat mit Sauerstoff in Verbindung kommt.

Geschlossene Systeme

Bei einem geschlossenen Kondensatsystem wird das anfallende Kondensat bereits ab der Förderung unter hohem Druck gehalten. Dieses Kondensat wird meist als Speisewasser für Kesselanlagen genutzt, da der anfallende Entspannungsdampf einen hohen Druck besitzt und in Dampfverbrauchern wie etwa Abhitzekesseln genutzt werden kann.

Die Konzeption dieser geschlossenen Systeme ist detaillierter bei der Planung und der Installation der Anlage. Dafür ermöglichen geschlossene Systeme eine effektivere Energieeinsparung als die offenen Kondensationssysteme. Entspannungsdampf geht nicht verloren und es kann insgesamt mehr Kondensat rückgewonnen werden, was wiederum einen deutlichen Mehrwert für ökologische und wirtschaftliche Aspekte bietet. Auch das Ausbleiben von Dampfschwaden kann die Situation in der Arbeitsumgebung deutlich positiv beeinflussen. Die Korrosionsgefahr ist niedriger, da das anfallende Kondensat nicht zwangsläufig mit Sauerstoff in Kontakt kommt.

Kondensatentstehung bei Reindampferzeugern

Bei Reindampferzeugern entsteht Kondensat durch unterschiedliche Bauarten der Wärmeüberträger. Dieses Kondensat wird abgeführt und dem Kondensatsammelbehälter zugeführt um einen stabilen, ökologischen und wirtschaftlichen Kreislauf zu etablieren.

  • Beim Fallstromverfahren wird das Speisewasser von oben in den Reindampferzeuger geleitet. Das entstehende Kondensat fällt nach unten, während der Reindampf oben aufsteigt. Das Kondensat kann nun dem Kondensatsammelbehälter zugeführt und als Speisewasser wieder eingebracht werden.
  • Wenn externe Erhitzer eingesetzt werden, wird das  zu erhitzende Medium nach der Erwärmung im Wärmeüberträge wieder in den Reindampferzeuger zugeführt und verdampft. Der Reindampf wird dem angeschlossenen Kreislauf zugeführt, während das anfallende Kondensat unten abfällt, im Kondensatsammelbehälter gesammelt und danach wieder aufbereitet und dem Kreislauf zugeführt wird.

Bei Reindampferzeugern steht die Qualität des Dampfes im Vordergrund. Daher muss auch anfallendes Kondensat eventuell, je nach Qualitätsanforderung aufbereitet und danach dem Kreislauf wieder zugeführt werden, um Minderungen in der Qualität zu vermeiden. So auch bei Reinstdampferzeugern, die eine noch höhere Qualität, etwa für pharmazeutische Prozesse benötigen.

Kondensatsammelbehälter

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Mathias Wittemeier
Diplom-Ingenieur
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